Der Erlkönig Performed on SnapChat, May 2016

SnapChat videoperformanceart by Lili Bernard, performing Johann Wolfgang von Goethe’s poem, Der Erlkönig, May 17, 2016, Los Angeles, CA. That’s what Germans do; they make one long word from many: videoperformanceart.

Music by Schubert & Liszt
Painting by Lili Bernard

Those of you who’ve known me a long time are aware that as well as being a visual artist I am also an actress, and have been a member of SAG-AFTRA since 1987, with a background in theatre. I used to write and produce plays as a child and first acted on TV in Japan, when I was 16. I was pretty fluent in Japan during the time that my family and I lived there, in my last two years of high school. (I graduated high school from the American School in Japan). I found learning Japanese easy because Japanese sounds a lot like Spanish, which was my first language, as a Cuban-born. One day I hope to achieve better fluency with the languages to which I’ve been exposed.

My childhood friends know that I began studying German in 7th grade and majored in German as a college undergrad (3 years at Cornell University and 1 at City University of New York). I memorized and performed Goethe’s famous Erlkönig poem as part of my B.A. thesis which was on Goethe. I was attracted to Goethe on account of his interdisciplinary artistry. This poem of his has always resonated with me because of the drama, the desperation, the mysticism and the parental love. I have never forgotten this poem. When I meet a German person, I often recite it for them dramatically, to their delight.

SnapChat has provided a vehicle for me, whereby I can combine my videoart making, with my dramatism and my love for Goethe’s Erlkönig and foreign languages.

I think this might be the first of several such fun SnapChat video art projects. I would love to exhibit them one day in an art gallery.

Below is the text for Der Erlkönig in German

Der Erlkönig by Johann Wolfgang von Goethe

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

“Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?” –
“Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?” –
“Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.”

“Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.” –

“Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?” –
“Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind.” –

“Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.” –

“Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort?” –
“Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –”

“Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.” –
“Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!” –

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Müh’ und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

Literal translation Adaptation[1]
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

“Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?” –
“Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?” –
“Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.”

“Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.” –

“Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?” –
“Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind.” –

“Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.” –

“Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort?” –
“Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –”

“Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.” –
“Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!” –

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Müh’ und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.